Ansichten eines Troubadours, Woche 16: „Institutionelle Investoren“, Tag 2.

Einen wunderschönen Valentinstag! *hust-alsob-es-ihn-gäbe-hust*

Wow! Die Sonne scheint ja! Und es ist keine Attrappe, wie mir scheint. Die ECHTE Sonne! Das Original!

Meine Güte, es gibt scheinbar doch noch so etwas wie Gerechtigkeit.

Wie geht’s dir heute an diesem – wie Irgendwer mal beschlossen hat – romantischsten aller Tage?

Ich bin ja prinzipiell der größte Romantiker, den ich kenne, aber vom Valentinstag halte ich ungefähr so viel wie vom Osterhasen, wenn er mit zwei Glöckchen an den Ohren und `nem rostigen Metallrohr im Rektum „La Paloma“ pfeift.

Für mich ist es der Tag im Jahr, an dem ich mich am liebsten alleine zusaufe und ganz und gar unromantisch bin.

Einfach so, weil mich die innere Revolution packt!

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Dennoch beuge ich mich heute zum ersten Mal in meinem Leben der Konvention und fahre zu meiner Lebensabschnittspartnerin nach Linz, die gottseidank jedoch auch nicht an den Heiligen Valentin glaubt. Gemeinsam werden wir also auf dieses Hirngespinst trinken und laut lachen!

Vorher jedoch werde ich meine erste Oben-Ohne-Szene für den Film „Das Holz der Stechpalme“ drehen. Dafür habe ich mir extra Rücken und Schultern enthaart. Was man nicht alles tut!

Wie siehst du die Sache, lieber Leser/liebe Leserin?

Findest du es gerechtfertigt oder lächerlich, dass es für so ziemlich alles mittlerweile einen Tag gibt? Ich mein, es gibt den Tag des Schnitzels, den Tag der Romantik, den Tag des Osterhasen, den Tag des Weihnachtsmanns, den Tag des Geifers…

Wieso, zum Teufel?

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Nichts für ungut, ich will hier niemanden offenden. Hör nicht auf mich, ich jammere derzeit zu viel. *lacht*

Ich denke mir nur in solchen Momenten: Wieso feiern wir nicht einfach JEDEN verdammten Tag, als gäbe es kein Morgen? Ich denk mir, wenn die Leute einen bestimmten Termin brauchen, um „romantisch zu sein“, dann ist das Spiel doch schon längst verloren. Das ist auch der Grund, wieso ich von Geburtstagen nicht allzu viel halte, wenngleich ich mir im Klaren darüber bin, dass ich da ziemlich alleine dastehe.

Was ich persönlich okay finde, sind Gedenkfeiertage wie der 4. Juli oder der Fall der Berliner Mauer, weil da nämlich wirklich etwas passiert ist, das die Welt bewegt hat.

Aber gut.

Das sind nur Meinungen. Und das Schöne an Meinungen ist, dass sie so vielfältig sind.

Ah, da fällt mir etwas ein, was ich dir erzählen wollte: Ich habe gestern mit einer grenzgenialen, neuen Serie namens „Westworld“ begonnen.

Es gibt nur ein Wort, das die Pilotfolge beschreiben kann: Genial.

Ziemlich verstörend und zum Nachdenken anregend, aber gerade deshalb sehr, sehr spannend. Umsetzung ist top! Sehr aufwändige Produktion, wie ich im Nachhinein gelesen habe.

Ich empfehle diese Show weiter! HBO bringt eh fast immer tolle Sachen raus.

Falls du eine gute Serie kennst, die du mir empfehlen willst, bitte ich darum! Bin in desperate need of good vibrations.

Okay!

Dann wünsche ich dir einen romantischen Valentinstag, falls dir das wichtig ist, und eine schönes einsames Besäufnis, falls du von steppenwölfischer Natur bist.

Was auch immer du tust: Meine Segen hast du!

Möge die Macht mit dir sein, Bruder und Schwester.

 

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, www.jannisraptis.com)

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