Ansichten eines Troubadours, Woche 18: „Gäste, Geister und Geschenke“, Tag 3.

„Bist du Musiker?“

„Zum Idolsein reicht’s.“

Mit diesen Worten trank der Fremde seinen Whiskey aus, richtete seinen Cowboyhut, kehrte der Schankmaid den Rücken und verließ die Bar, während „Wieder hier“ von Westernhagen aus den ramponierten Boxen drang.

Grüß Gott und willkommen zurück, hier, in den Ansichten eines Troubadours!

Einen wunderschönen Monatsbeginn wünsch ich dir. Mögen deine Visionen zu Ideen, deine Ideen zu Plänen und deine Pläne zu Taten werden. Ich wünsche es dir von Herzen!

Ich für mein Teil verbrachte den gestrigen Tag im Zuge der 10. Aufnahme-Session im Studio. Mir tun die Fingerkuppen weh. Aber ich habe mich dennoch sehr gefreut, eine Collage von mir an der Wand hängen zu sehen!

 

Vielen Dank, Natascha! Das bedeutet mir viel.

Ansonsten geht’s ma guad. Endlich kehrt wieder ein wenig Licht in dieses düstere Land. Dunkel waren meine Träume in letzter Zeit.

Der Witz an der Sache ist ja, dass es scheinbar sehr Vielen ähnlich erging. Da muss irgendein Meteorit vorbeigeflogen sein, beziehungsweise die Sterne standen ungünstig oder die Planetenkonstellation war im Geifer, was weiß ich.

Aber es ist vorbei. Ich spüre es. Gspiarst es a?

Vergiss nicht: Du und ich, wir sind hier nur Gäste. Manch einer mag uns als Geister betrachten und wieder andere mögen in uns Geschenke der Götter sehen.

Tatsache ist, dass Gäste, Geister und Geschenke Hand in Hand gehen.

Ähm, Sir… Was reden Sie da?

Wie sagte mein Kollege, Date-Doktor, Kerkermeister, Kammerdiener, Dämonologe etc. neulich so schön: „Jannis Raptis ist wie Bluetooth. Er sucht unablässig nach anderen Geräten, aber er bleibt bei dem, das ihm am nächsten ist.“

 

Alle Achtung.

Erzähl mal, was macht die Kunst? Wie stehen deine Aktien? Was beschäftigt dich derzeit? Aus welchem Futtertrog beziehst du deine Nahrung? Aus welcher Quelle schöpfst du deine Wässer? In welchen Schoß bettest du dein Haupt?

Wie ist der Zeitgeist von Wien zurzeit beschaffen?

Gibt es irgendetwas in dieser Stadt, wovon du sagst: Wow! Endlich geht da was weiter?

Gibt es eine Anlaufstelle für Geknechtete? Eine Oase der Erlösung? Ein Harem für Verdurstende?

Ich ersuche um Antworten.

Sei gesegnet, lieber Leser/liebe Leserin!

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, www.jannisraptis.com)

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