Ansichten eines Troubadours, Woche 4: „Am Brunnen des Geifers“, Tag 4.

Mein Österreichurlaub beginnt fabelhaft! Heute bin ich in Linz, höre Klassik und genieße die Schönheit Oberösterreichs. Wusstest du, dass Linz im Jahr 2009 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt wurde?

Ja, ich auch nicht.

Und wusstest du, dass das Klima um Linz sowohl subozeanisch als auch subkontinental geprägt ist?

Ja, gut. Dann hätten wir das auch geklärt.

Also. Der Jetlag peitscht, mein Kopf ist überlastet. Erzähl mir etwas. Wie geht’s dir? Wie verläuft die Woche? Opferst du brav Nerven für Geld?

Schließlich kann man mit Nerven keine Miete bezahlen. Richtig?

Überstrapazierte Nerven und bezahlte Miete gehen nämlich Hand in Hand.

So, nachdem ich in den letzten drei Blogposts bewusst den „Fakt-zum-Tag“ ausgelassen habe, hier gleich drei für heute.

 

Fakten zum Tag:

1759: In Wien findet die Uraufführung der Oper Der neue krumme Teufel von Joseph Haydn statt.

1860: Die Operette Das Pensionat von Franz von Suppé hat ihre Uraufführung am „Theater an der Wien“ in Wien. Das Stück nach dem Vorbild der Pariser Operette gilt als erste Wiener Operette. Der Librettist wird nur mit den Initialen C. K. angegeben und ist bisher nicht identifiziert.

1911: Am „Theater an der Wien“ in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Eva von Franz Lehár. Das Libretto stammt von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky.

Ja, da kommt man ja geradezu in Operettenstimmung. Wenn man, während man das schreibt, auch noch Zug fährt, umso mehr. Beim Zugfahren fühle ich mich nämlich immer wie in einer anderen Zeit oder zumindest wie in einem Fantasy-Roman. Heute saß ich in einem Abteil in der Ecke, den Mantel aufgeknöpft, aber mit beiden Händen zuhaltend, weißt eh, dieses typische Hollywood-Manöver, den Hut im Gesicht, wie Professor Lupin aus Harry Potter und das lederne Köfferchen auf meinem Schoß.

Beinahe hätte ich mir gewünscht, dass irgendeine junge Britin sich zu mir ins Abteil setzt, denn dann hätte ich mich als enterbter Brite namens Baltimore ausgegeben, der gerade auf Geschäftsreise wäre.

Aber ich verbrachte die Fahrt allein im Abteil und das alles fand ausschließlich in meinem Kopf statt.

Was die Sache ja nicht weniger real macht.

Gut!

Geister.

Morgen gibt es übrigens ein Benefizkonzert für die St. Anna Kinderkrebsforschung. Die Veranstaltung findet um 20:00 im Festsaal der Bezirksvorstehung Alsergrund statt.

Es werden mehrere Künstler auftreten. Unter anderem irgend so ein Wappler, der sich Troubadour schimpft, hab ich gehört. Schauma mal, bin eh schon ur gespannt.

 

Der Jetlag peitscht.

Wir sehen uns bald.

Auf Wiederschaun!

 

Ausgeh-Tipp: Benefizkonzert für die Kinderkrebsforschung im “Festsaal der Bezirksvorstehung Alsergrund” um 8pm

Musik-Tipp: Das Pensionat von Franz von Suppé

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2016, www.jannisraptis.com)

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