Ansichten eines Troubadours: *Einjähriges Jubiläum*

Einen wunderschönen Start in die Woche, liebe Gemeinde!

Halloween steht vor der Tür, es herbstelt und der Blog „Ansichten eines Troubadours“ feiert seinen ersten Geburtstag. Klingt doch alles ganz nett. Dinge passieren, Leute kommen und gehen, es ist alles bedeutungslos und dann wieder doch nicht; ich spreche vom Lauf aller Dinge, aller Atome, der sich Tao nennt. Weiß und Schwarz, Licht und Dunkel, männlich und weiblich – alles stammt von derselben Urkraft ab; jenem Einen, das zu den zehntausend Dingen wurde und das riesige Fest veranstaltete, welches sich Leben nennt.

Denn es ist das Wechselspiel von Yin und Yang, das den Kosmos zusammenhält.

Aus diesem einfachen Grund, so finde ich, sollten wir uns selbst nicht zu ernst nehmen. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten: Ich existiere nicht länger!

 

Früher dachte ich, ich wär ein Mann, der die Welt sieht. Nun kommt es mir vor, als wäre ich die Welt, die einen Mann sieht. Und das Wort „Ich“ hat keinerlei Bedeutung mehr, es ist nur leider ein Schlüsselwort in unseren westlichen Sprachsystemen, die – wie könnte es auch anders sein – nur ein ganz beschränktes, furchtbar lineares System wiedergeben.

Bad news, Bro! Die Welt IST NICHT linear! Tanzen wir ein paar Tai Chi Improvisationen und dann sehen wir weiter.

Jannis Raptis existiert nicht länger, hat eigentlich niemals existiert. Ich bin Eins mit Feuer, Wasser, Erde und Luft, Eins mit den Sternen, Eins mit dir und Eins mit dem Kosmos. Und seit mir das klar ist – nämlich nicht nur intellektuell, sondern geradezu körperlich – haben sich sämtliche meiner Probleme gelöst.

Ich bin frei.

(Wobei „Ich“ nur ein Wort ist und „bin“ ein Verb, über dessen Bedeutung sich die Wenigsten Gedanken machen).

Alles, was passiert, ist nichts als Wetter. Es ändert sich stetig. Die Welt war, ist und wird immer im Wandel sein. Es gibt keinen Stillstand, das war die erste Prämisse des All-Einen, als es zu den zehntausend Dingen wurde. Das Leben geht seinen Weg und – wie Dr. Malcolm so schön sagt – es findet immer einen Weg.

Es geht hier nicht um mich oder dich. Es geht nicht um Bagatellen wie Politik, Religion und Grenzerhaltung. Das Leben will nichts anderes, als fortbestehen. Es zeigt sich in den unglaublichsten Formen, als Riesenechse, als bewohnbarer Planet, als Mensch etc. Aber im Endeffekt, wohin führt es?

Das Leben will weiterleben.

Egal, wie.

Und hier kommt die zentrale These jeder östlichen Lehre ins Spiel, jenes Konstrukts, das immer schon wesentlicher Bestandsteil meines Blogs war (wenn ich nicht grad von meinen Eskapaden und vom Elend dieser Welt berichtet habe *lacht*) :

Die Polarität von Yin und Yang.

Wir sprechen hier von einem Streben nach Gleichgewicht, das die Natur instinktiv begriffen hat. Ist das Krokodil böse, weil es die Gazelle frisst? Ist der Neandertaler ein Opfer, weil die Aliens ihn ausgelöscht haben? Ist die Welt ein verkommener Ort, weil ständig Kriege entstehen und alles verkehrt läuft?

Die Sache ist die, lieber Leser. Das „Goldene Zeitalter“, von dem Ovid spricht, oder „Das Paradies“, von dem in der Bibel die Rede ist, existieren nicht und werden niemals existieren. Das Universum kennt keinen Stillstand, es ringt unablässig – deshalb Schwarz und Weiß in der Kugel.

Wenn du mich jetzt fragst, wie ich mir den dampfenden Haufen Scheiße erkläre, der sich unsere moderne Welt nennt, dann bin ich – nach Jahren des Zweifelns und Leidens – zu einer Antwort gekommen:

Was sind zehntausend Jahre Menschheitsgeschichte in den Augen des Universums? Nichts, als ein Elfenfurz in `ner Windhose! Ich sage also: Wenn die letzten paar Jahrtausende aus unserer Sicht eher „schwarz“ waren, dann können wir uns sicher sein, dass sehr bald Weiß folgen wird. Wenn die letzten paar Jahrtausende, aus einem anderen Winkel des Kosmos betrachtet, eher weiß waren, dann steht fest, dass Schwarz folgen wird.

Die Waage funktioniert schon richtig, keine Sorge. Das Leben – die Natur, das All-Eine, Gott, nenn‘ es, wie du willst! – hat das alles schon richtig gelöst. Es ist vollkommen, so wie es ist. Das Zweifeln ist nur allzu menschlich, denn unser Denken ist beschränkt und niemand von uns kann mit Ungerechtigkeit, Tod und Leid umgehen.

Bezogen auf unseren Planeten, bedeutet das ganz klar: Nach so viel Schwarz ist es bald an der Zeit für Weiß. Und nun kommen wir zu einem Punkt, der außerordentlich interessant ist: Was passiert hier gerade?

Ich spüre mittlerweile, dass das Problem zurzeit ein ganz Bestimmtes ist. Es geht um Platz. Die Leute teilen sich allesamt dieselbe Angst. Die Angst um ihren Platz. Ob es nun ihr Arbeitsplatz oder ihre Wohnung ist – der Planet wird schwerer und schwerer, die Bewohner mehr und mehr, die Ressourcen und der Raum weniger und weniger.

Unsere Spezies ist kurz davor, zu kollabieren. Ich persönlich glaube auch, dass ein großer Krieg und unsägliche Naturkatastrophen noch bevorstehen und ein Großteil der Bevölkerung dezimiert werden wird.

Und nun zu den guten Neuigkeiten.

Das Schwarz muss sich ganz festlich verabschieden, bevor Weiß einkehren kann. Shiva muss noch ein Mal richtig wüten und zerstören, bevor Brahma wieder erschaffen kann. Der Teufel muss noch ein letztes Mal für diese Generation kreischen und Trommelfelle zum Platzen bringen, bevor alle Engel endlich wieder herabsteigen und für einen Neubeginn sorgen.

Denn ich spüre mittlerweile mit jeder Faser meines Körpers, dass etwas Unglaubliches bevorsteht. Das sage nicht nur ich, sondern auch weit bedeutendere Leute: Um das Jahr 2050 herum wird der Wandel deutlich spürbar sein. Das Erwachen, das gerade eine Handvoll Leute durchmacht, wird von allen wahrgenommen werden. Wir werden nicht länger Verrückte oder Psychotiker sein, nein, wir werden der Grundbaustein dieser neuen Welt, dieser neuen Ordnung, die Frieden und Nächstenliebe an den Tag bringen wird. Unser Planet wird sich regenerieren, die Menschheit wird ihr volles Potential entfalten und endlich all die Wunder vollbringen, auf die wir seit Menschengedenken vorbereitet werden.

Es ist bald soweit.

Und ich kann nicht sagen, wie froh ich darüber bin, auch wenn ich diese nächste Generation vermutlich nicht mehr miterleben werde. Die Leute werden erwachen. Sie werden ihre Augen öffnen, nämlich alle drei. Sie werden ihre Herzen öffnen. Und das vereinte Volk der Menschen wird sich um einen Wiederaufbau kümmern, der in seiner Nachhaltigkeit und Vielfalt kaum zu übertreffen sein wird.

Bis zur nächsten „schwarzen“ Phase wird unsere Spezies eine bessere geworden sein.

Oder untergehen.

Dem Universum ist wurscht. Mir – den letzten Überbleibseln meines Ichs – nicht.

Ich glaube an die Kraft des Menschen. Ich glaube daran, dass wir unser Potential auszuschöpfen in der Lage sind. Sehr bald wird es keine Religionen, kein Geld und keine Trennung mehr geben. Es war alles nur ein Testlauf. Wir – du und ich – sind göttlich. Und wir sind Eins. Ein großes Ganzes, das wiederum Eins mit dem Rest des Kosmos ist. Untrennbar verbunden. Bis in alle Ewigkeit, die gleichzeitig der Moment ist, ebenso, wie Alles gleichzeitig Nichts ist.

Aber darüber zu reden, würde jetzt nur zu Panikattacken führen. *lacht*

Alles ist gut. Wir sind die Wegebener einer neuen Welt, die in ihrem Glanz kaum zu übertreffen sein wird. Wir müssen einfach weitergehen und nicht zurückblicken.

Jannis Raptis existiert nicht, trotzdem dankt er dir aus vollstem Herzen, dass du seinen Blog liest. Ob von Anfang an bei den Ansichten des Troubadours dabei, oder neu eingestiegen – danke, danke, danke!

Ein Jahr ist es nun her, dass ich durch die Stadt meiner Träume flanierte und wusste, ich würde sie eines Tages zu meiner Heimat machen. Ein Jahr ist es nun her, dass ich diesen Blog zu schreiben begann, Weichen für mein Leben stellte und (wieder)herausfand, wer ich war.

Nun, ein Jahr später, stehen mein erstes Buch und mein Debut-Album kurz vor ihrer Veröffentlichung, ich bin Fitness-Junkie, rauche nicht, trinke wenig, stecke in einer ernsten Beziehung (was zuvor unvorstellbar gewesen wäre *lacht*) und bin Eins mit dem Kosmos.

Es lohnt sich.

Bleib beim Licht. Bleib bei dir. Gemeinsam machen wir diese Welt zu einem besseren Ort. Gemeinsam bereiten wir die Welt auf das große Erwachen vor, das spätestens 2050 stattfinden wird.

Ich freu mich drauf!

Gansl essen in Greifenstein mit seeeehr alten Freunden. Bravo! #foodporn #friends

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(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)

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Ansichten eines Troubadours, Woche 34: „Die gewundenen Hörner des Draenei“

Einen wunderschönen Start in den Herbst und willkommen zurück zu den Ansichten des Troubadours! Tut mir leid die einmonatige Pause; ich vermute, die griechische Insel hat mich träge gemacht. Hach, ich vermisse jetzt schon die Strände der Ägäis! Das azurblaue Wasser. Die sonnenbeschienen Plateauberge. Den schwarzen Sand. Das unfassbar gute Essen. Bald, oh Poseidon mit deinem Dreizack und deinen nassen Sirenen, bin ich wieder zurück! *seufz*

Was gibt es Neues, Freunde? Wie hat euch der neue Monat begrüßt? War er von daoistischem Gedankengut durchdrungen? Fühlte er sich an, wie ein riesiger, kuscheliger Shaolin-Pandabär?

Ich für mein Teil bin braungebrannt nach Österreich zurückgekehrt, um diverse bürokratische Vorkehrungen bezüglich meiner Arbeit zu treffen und natürlich, um meine Freunde, meine Partnerin und meine Mutter zu sehen. Den größten Teil des Tages flaniere ich jedoch durch den neunzehnten Bezirk und frage mich wie schon oft zuvor, welcher denn der Sinn des Lebens sei.

„Ober! Noch ein Achterl bitte.“

Nun, was mein eigenes Leben betrifft, hat sich mir der Sinn bereits erschlossen. Es ist nur: Bei uns allen scheint es ein angeborenes Prinzip zu sein, dass wir uns mit Händen und Füßen gegen diese Mission wehren. Sei es aus Angst oder wegen der Konventions-Peitschen, die uns seit unserer Geburt die Haut von den Rippen fressen: Wir fürchten uns vor der Wahrheit, vor unserer Berufung und vor unserem höchsten und besten Selbst.

Das zu erkennen, lieber Leser, ist von überragender Wichtigkeit. Denn – wie unser alter Freund schon sagte – Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

Mhm, ich muss gestehen: Der Gemischte Satz vom Cobenzl ist ausgesprochen delikat. Und das ist gut, denn zu gerne unterstütze ich die heimischen Weinsorten aus meinem Bezirk.

Scheiß auf die Angst und scheiß auf die Peitschen der Sklaventreiber! Folge dem Pfad, der für dich – und nur für dich! – am Hellsten leuchtet!

Ich zum Beispiel weiß, dass 2018 mein Jahr werden wird. Mein Album wird rauskommen (ich verspreche dir: ich habe es bereits gehört und es ist legen…dary!) und mein Roman wird erscheinen. Dann werd’ ich Millionär, wandere endlich in die USA aus und werde glücklich für den Rest meines Lebens.

Es gibt kein Zurück.

Ich habe einen Pfad beschritten, den ich bereits seit 15 Jahren oder noch länger gehe, und der nun im Begriff ist, zu einer gepflasterten Straße zu werden. Einer Straße, die ich selbst gebaut habe und die in eine Richtung führt: Ins Ungewisse und zu mir selbst.

Welch eine zauberhafte Kombination! *lacht*

Folge deinem Herzen, lieber Leser, und nur deinem Herzen. Lerne, die Stimmen zu ignorieren, die dich von dir selbst – und vom Rest des Kosmos – trennen wollen. Bleib bei dir und trau dich, laut auszusprechen: Ich bin frei, denn ich habe das Recht darauf, frei zu sein.

Trau dich auch zu sagen: 75% der Leute sind blinde Schafe, die Massenmedien lügen allesamt und die außerirdischen Zivilisationen sind uns freundlich gesinnt.

Ich weiß, es klingt hart und lustig zugleich, aber es ist die Wahrheit.

DU kannst nichts dafür, dass die Welt ist wie sie ist und ich kann es auch nicht. Wir werden nicht länger leiden, nur weil wir uns auf einer anderen Stufe befinden! Einer höheren, die ins Licht führt, während ringsum nur die Dunkelheit herrscht.

Diese Welt macht gerade eine Pubertät durch. Entweder sie wird es überleben, oder… sie wird untergehen.

Die menschliche Spezies indessen macht eine Transformation durch; eine außerordentlich rasche Evolution, wenn du so möchtest. Einige von uns sind bereits Wegebener dessen, was bevorsteht.

Die Höhlenmenschen werden erwachen oder untergehen. Und sollte unsere Spezies überleben und endlich voranschreiten (Es GIBT noch Hoffnung!), werden auch wir ins intergalaktische Gremium aufgenommen.

Revolution liegt in der Luft, ich spüre es. Ein großes Erwachen steht bevor; zumindest für all jene, die bereit sind, es mit der Wahrheit aufzunehmen.

Auf ins Licht! Zusammen.

Am 7. Oktober (diesen Samstag) findet wieder ein internationaler Aufruf zu einem CE-5 statt. Was das ist?

Hier ein Link dazu: http://siriusdisclosure.com/event/global-ce-5-saturday-october-7-2017/

Und hier mal ein paar Basic Infos zu Dr. Steven Greer und seinen Projekten: www.siriusdisclosure.com

Auch Youtube hat genug Material zu bieten. Vertrau mir: Es lohnt sich.

Es ist an der Zeit. Es wurde genug rumgewurschtelt. Mit Meditation und der richtigen Geisteseinstellung werden wir zur Einheit zurückkehren. Das ist der Weg wie auch das Ziel unseres ganzen Seins.

Wir werden die Wahrheit erkennen und aufsteigen und keiner wird uns aufhalten!

Weder die Dämonenfürsten, die gerade Kriege führen, um uns abzulenken, noch ihre wahren Meister, welche die Welt regieren, indem sie das Öl-Gas-Militär-Geld-Konstrukt mit allen ihnen verbliebenen Kräften festhalten!

Ich habe keine Angst mehr.

Lass uns zusammen aufwachen gehen.

Hast du Lust?

Is this world ready for an awakening? Will future human beings be able to coexist peacefully and stop meaningless wars, religions and capitalism? Will our race survive? Will this planet survive? Or will our children witness the end of humanity? Honestly I have no idea and even less hope, BUT: let's try – you and me – make this world a better place. 🌎💓Spread love, care about your planet and get ready for a CE-5 tomorrow, Sept. 2nd. If you don't know what it is: Google it. "Now is the time to magnify global coherence by all of us coming together in higher consciousness in a way that can move the world and humanity onto the path of Universal Peace." Love & Light J. #Tao #onelove #humanrace #together #hope #healtheworld #ETs #siriusdisclosure #peace

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So.

Und jetzt wünsche ich uns allen einen schönen Dienstagabend! Vielen, vielen Dank fürs Lesen und wieder Reinschauen. Auf dich warten eine Menge News von meiner Seite!

Hier noch zwei schöne Fotos von meinem Urlaub:

Today's sunrise 🌅 #nofilter #iloveplanetearth

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Ciao, Kisses, Baba!

Dein Troubadour

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)

Ansichten eines Troubadours, Woche 33: „Belegschaftsaktien ohne Beleg“

Hallo, geschätzte Leserschaft!

Schön, euch alle wieder zu sehen. Ich hoffe doch, jeder hat seinen Sommer genossen!

Ich melde mich von den Stränden der Ägäis, die ich mit Geifer in der Bapn aufsuchte, nachdem ich nach einem Monat Zypern ein paar Tage in Wien verbrachte. Ein Wechselspiel aus Agonie und panischen Angstzuständen befiel mich und es galt rasche Entscheidung. Sehr schnell hieß es: Spontanflug nach Santorini. Ohne Rückflug. Ohne Halt. Ohne nichts.

Ich bin gerade so sehr Jannis Raptis, dass ich mich weigere zu akzeptieren, dass es etwas jenseits des Sommers gibt. *lacht*

Es tut gut, die Seebrise zu spüren, den heißen Sand unter meinen Füßen und die Strahlen jener Sonne, die dafür verantwortlich ist, dass Leben auf dem Planeten Erde existiert. Danke nochmal, es macht mir wirklich sehr viel Spaß, hier zu sein!

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Oder, wie ein Freund neulich auf meine Frage, wieso wir denn jeden Tag Alkohol konsumieren, antwortete: „Keine Ahnung, vielleicht merkt man dann weniger, dass das Leben keinen Spaß macht.“

*lacht*

Nein, jetzt mal ohne Scherz. Ich fand meine Mitte innerhalb weniger Stunden, als Meeresrauschen und Ruhe mich umfingen. Und ein weiteres Mal wurde mir überdeutlich klar: Ich darf längerfristig nicht nach Wien zurückkehren. Mittlerweile sendet mir sogar mein Körper überdeutliche Signale. Diese Stadt wird mich vernichten.

An all meine Wiener Freunde: Kommt es nur mir so vor, oder macht diese Stadt gerade eine Veränderung durch, die sie nicht verträgt?

Ich mein, Wien war seit jeher gmiadlich, stagniert, morbid und charmant trostlos nach dem Motto „Na, Moment! Zerst amoe müssen’S des beim Magistrat anmöden!“

Ich dachte immer, eine Veränderung hätte dieser Stadt gut getan. Aber ich fürchte, die Veränderung, die gerade passiert, verträgt Wien nicht allzu gut. Nur mein Eindruck.

Ich spreche unter anderem von einer Willkommenspolitik, die in ihrer Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen war und ist. Kommt’s ALLE rein – ALLE! – willkommen! Aber he: Ihr dürft’s die ersten zwei Jahre ned oaweiten.

Ähm, Sir… Wie zur Hölle soll das funktionieren?

Stattdessen findet ein Clash of Cultures statt, der das Fass zum Überlaufen bringt und ehrlich gesagt nicht mehr magisch oder charmant ist, sondern… übertrieben. Too much.

Und Prognosen gehen davon aus, dass es im Laufe der nächsten zwei Jahre noch DEUTLICH heftiger zugehen wird.

Das ist reine Beobachtung, ich möchte NICHT politisch werden, wollte ich nie mit diesem Blog.

Aber gut.

Wir regeln das schon.

Mein eigenes Leben ist ja seinerseits wieder ein Mal das pure Fuck up, aber das ist ja das Schöne an Yin und Yang: Wenn’s mal pechschwarz ist, kannst du dir sicher sein, dass es sehr bald wieder weiß wird und umgekehrt.

Einfach abwarten, im richtigen Moment handeln und gehma geht schon.

Ein Jammer, dass mein Kontostand und meine Partnerin da anderer Meinung sind.

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Stand up Comedy vom Feinsten, was?

Nun. Ich kann nur so viel sagen: 24 Stunden auf Santorini und schon fließt der Schreibfluss wie eine gut geölte Maschine. Seit jeher hatten die griechischen Inseln eine ganz besondere Inspiration auf (für?) mich.

Vielleicht ist das die Lösung? Einfach von Insel zu Insel hoppeln, griechischen Wein konsumieren, guten Fisch und nette Früchtchen? Vielleicht ist das die Antwort auf alles?

Ich mein, die meisten verschließen die Augen, aber die Wahrheit ist offensichtlich, tut mir leid. Und ich bin gerade scheissdrauf genug, um sie auszusprechen:

Knapp dreihundert Leute regieren den Planeten und damit meine ich nicht die Staatsoberhäupter. Ich spreche von den Großkonzernen, der CIA und dem amerikanischen Militär. Es geht um Öl, Geld und Macht. Diese kleine, aber feine Maschinerie hat sich bislang als äußerst lukrativ erwiesen und obwohl es Beweise gibt, dass der Planet (der nebenbei bemerkt auf eine Talfahrt zusteuert) mit alternativen Treibstoffen, die ihm NICHT schaden, funktionieren könnte und obwohl es mehr als genug Systeme gibt, die ein Koexistieren versichern, in dem die Schere zwischen Arm und Reich innerhalb von zwanzig Jahren beendet sein könnte, geschieht genau NICHTS.

NICHTS.

Immerhin wird es den blinden Sklaven ja richtig bequem gemacht und zwischendurch gibt’s auch ein Leckerli der besonderen Art. Wieso sollten sie sich also gegen diese Schreckensherrschaft wehren?

Würd ich auch nicht, wenn ich bisl entspannter wär.

Fakt ist: Ich bin NICHT entspannt.

Der Kapitalismus hat Überhand gewonnen. Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung. Massenmedien verkommen zu organisierten Lügenpressen, es findet ein perpetuierender, völlig SINNLOSER Krieg statt, es gibt eine Übersättigung an Unterhaltung und Sex. Überall Sex! Schnelle Befriedigung, Betäubung, Lethargie.

Die Sklaven kommen nicht auf die Idee, etwas zu unternehmen. Und jene, die es tun, sind einfach zu Wenige, um das Syndikat, welches, nebenbei bemerkt, unerträglich illegal ist, zu stürzen.

Freier Wille am Arsch!

Wir sind dann die sogenannten Verschwörungstheoretiker…

Tja. Pech gehabt.

Also, wenn ich ohnehin kaum etwas bewirken kann: Wieso dann nicht wirklich die Insel? Einfach die Eier baumeln lassen, schwimmen und chillaxen… Möglicherweise ist das Aussteigen die einzige Form, den wahren Terror zu besiegen?

Und ich wage zu behaupten: Der wahre Terror kommt weder vom IS noch von Osama und den ganzen Geiferern. Ganz gleich, wie böse diese Organisationen sind, die Situation ist deutlich komplizierter.

Meine Empfehlung an dich: Check dieses Projekt aus -> www.siriusdisclosure.com

Dr. Steven Greer spricht die Dinge aus, wie sie sind und er selber sagt: Wir können nur dann etwas bewirken, wenn wir den Leuten von diesem Projekt berichten.

Falls du, so wie ich, das unablässige Gefühl hast, dich in einer gewaltigen Lüge zu befinden und in ständiger Agonie lebst: Vertrau mir. Check den Link aus und befasse dich ein wenig mit dem Projekt.

Es lohnt sich.

Mir persönlich hat es die Augen geöffnet.

Jammern bringt auch nichts, obwohl viele von uns – allen voran ich – Weltmeister darin sind.

Es muss etwas geschehen.

Ich brodle. Und du tust es auch. Etwas Großes steht bevor.

Danke, dass du meinen Blog liest. Ich geh jetzt wieder an den Strand, schwimmen, mich sonnen und über die Bedeutung braun gebrannter Gesäße meditieren.

Könnt schlimmer sein.

Adieu!

Dein Troubadour

PS: Zögere nicht, mir auf Instagram zu folgen. (Dieser Satz am Ende der Schimpftirade macht alles zunichte *lacht*)

The answer is yes. 🐬🌴🎶🍷🌊☀️ #greece #sea #summer

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Tao. 🌊☀️🐬 #greece #summer #retreat

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(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)

Ansichten eines Troubadours, Woche 32: „Das Maximum an Multidimension“

Zypern. Unendliche Weiten.

Gelobt sei der Erfinder der modernen Klimaanlage.

Als ich mich gestern meiner täglichen Selbstmedikation widmete und an der Bar zerrann wie ein von Möwen zugeschissenes Schmirgelpapier, wie ein Picasso-Gemälde, dem die Farbe ausgeht, wie ein Labrador auf Lysergsäure, da spürte ich den Gipfel all der Abscheu, die mich ein weiteres Mal überkommen hatte, wie einen Lötkolben in meinem Rektum. Auslöser war ein Gespräch über die Kirche, das ich mit meiner Partnerin führte, und beim Gedanken an all den goldenen Prunk, der die „Gotteshäuser“ ziert, wortwörtlich kotzen wollte. Ich erinnerte mich an die Stelle in der Bibel, als Jesus wutentbrannt in den Tempel stürmt und die Marktstände und Münzen umwirft und dachte mir: Wenn ich das jetzt täte, käme ich ins Gefängnis. Ich geriet ein weiteres Mal in Rage über die Blindheit des Volkes, über die Heuchelei, über die Frechheit – nein, das Verbrechen! – Gott und den Menschen zu trennen und dazwischen selbsternannte Despoten und Kirchen sowie Symbole und Dogmen ohne Ende aufzustellen und dem Menschen das einzige zu rauben, wofür es sich zu leben lohnt.

Die Freiheit.

Hier, im ultrakonservativen Zypern, einer Insel, die wirklich ALLES durchleben musste, bin ich – der Steppenwolf, der alles hinterfragt und herabgesetzt hat – mit einem Traditionalismus, einem Patriotismus und einer Geisteseinstellung konfrontiert, die mir den letzten Nerv rauben.

Hier streiten sich Christen und Muselmanen um ein Fleckchen Erde, das am Ende des Tages ohnehin die Juden besitzen werden. Der Glanz der drei Weltreligionen!

Ganz große Klasse.

Und, um die gegenwärtige Popkultur heranzuziehen und so zu tun, als wäre ich hip: Anstatt uns zusammenzutun und gegen die Weißen Wanderer – die eigentliche Bedrohung! – zu kämpfen, sitzen wir da und geifern umadum.

(Apropos: Die neue Staffel Game of Thrones ist bis jetzt großartig!)

Ja. Soviel dazu.

Möglicherweise bin ich – ein Heimatloser, der sogar auf Ostern, Hochzeiten und Geburtstage pfeift – der Einzige, der in der Lage ist, die Situation nüchtern zu betrachten.

Oder aber, ich bin etwas zwischen ignorantem Wrack und Semi-Erleuchtetem, das einen Pakt mit allen Teufeln und Engeln geschlossen hat, und in der Lage ist, Satan und Gott als Ein und Dasselbe zu erachten.

Kinder, wacht’s auf! Es gibt keinen Dualismus im Sinne von „Gut und Böse führen Krieg, bis eines der beiden siegt“! Alle Götter wären ohne ihre Teufel wertlos und umgekehrt! *lacht-herzhaft*

Aber gut. Wir alle haben Angst. Und wir alle hängen an unserem Ego. Eins und Eins macht Zwei und noch Eins dazu und wir haben Drei.

 

Und jeder scheißt sich davor an, sein Traumschloss in Brand zu setzen, die Seifenblase zum Platzen zu bringen und aufzuwachen. Natürlich, wer traut sich schon, aufzubrechen mit der geringen Aussicht auf Erfolg und der Garantie, Jahre seines Lebens nackt und allein in der Eiswüste zu verbringen?

Nicht viele, nehme ich mal an.

Da sind Shortcuts wie die Religion ein netter Versuch, sich selbst zu überzeugen, dass man eh alles richtig macht. Eine milde Betäubung sozusagen.

Und am anderen Ufer gibt es dann Möchtegern-Rebellen, die alles polemisch anzweifeln und auf unschöne Art entweihen, nur, um die Stars ihrer eigenen kleinen Seifenoper zu sein und mit dem Brustton der Überzeugung von sich behaupten zu können, sich gegen das Regime aufgelehnt zu haben.

Ich lache gerade lauthals!

Ein Käfig voller Narren! Und wir sind mitten drin.

Mach die Augen auf, lieber Leser, und schau dir mal dein Umfeld an. Was siehst du?

Möchtest du wissen, was ich sehe? Vielleicht ähneln sich unsere Beobachtungen ja?

Ich sehe einen Haufen taubstummer Blinder, von denen viele das Potential hätten, zu erwachen und von denen wiederum ein beträchtlicher Teil tatsächlich auch ein gutes Herz besitzt. Doch die Entscheidungen und Handlungen all dieser unserer Geschwisterchen verlaufen in einem Kreislauf des Leidens, der Fehler und der Furcht. Ich sehe kaum eine funktionierende Beziehung, kaum eine wahrhaftig funktionierende Karriere und ein unablässiges sich Zufriedengeben mit Mittelmaß und schlecht aufgetischten Lügen.

Der Grund?

Ganz einfach: Die nicht vorhandene Fähigkeit zur ungetrübten Selbstreflektion und zum ganzheitlichen Erkennen multidimensionaler Sachverhalte.

Oder, wenn du es, etwas poetischer haben möchtest:

Jeder bewegt sich lediglich innerhalb seiner operativen Kloakenzone ums Tao herum.

Solche Leute maßen sich an, UNS Ratschläge, Tipps und Befehle zu geben und solche Leute regieren auch unseren Planeten.

Schön, das mal erkannt zu haben. Schön zu wissen, dass man ach so gescheit ist! *lacht*

Am Ende des Tages ist man maximal sein eigener Heros.

Aber he: Das ist es wert.

Wenn ich durch die kleinbürgerlichen Häuser hier flaniere, dann überkommt mich der Drang, die schlecht gezeichneten Bildnisse der Götter, die unachtsam erarbeiteten Büsten von Goethe und die wohl dressierten Hündchen allesamt dem Höllenfeuer zu übergeben.

Und manchmal möchte ich einfach nur hinterher springen und meine gesamte Vergangenheit vergessen, um endlich frei sein zu können.

Ist es nicht absurd? Dass der Ballast der Vergangenheit und die Todesangst vor der Zukunft uns alle den Moment verpassen lassen, sodass wir unablässig innerhalb oben genannter Kloakenzone leben und wirken werden und das für immer?

Ganz gleich, wie viele Abgründe ich in meinem Leben erblickt habe und noch erblicken werde: Ich danke den Göttern, mir selbst und den Gorillas, dass es mir schon sehr früh möglich war, diesen Kreislauf zu verlassen, um alleine und nackt dem Horizont nachjagen zu können.

Gut, wir schweifen ab. Hier zwei Fotos, die ich mit meinem Iphone geschossen habe:

Here's another one 📷 🌊 🌊 🌊 #nofilter #beautyofnature

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Nachdem die Ansichten eines Troubadours mittlerweile fast zu einem monatlichen Blog geworden sind, wollte ich heute zu Wochenanfang nochmal meinen Senf dazu geben.

Damit die Woche auch ja spaßig beginnt! *lacht*

Ja. Dann wälze ich mich mal hier unter die Klimaanlage und mache mich an die Arbeit. Tagsüber die Bleibe zu verlassen, grenzt an Wahnsinn. Abends werd ich dann von meiner Partnerin abgeholt und an die Medikations- und Meditationsstätten gebracht, die ich benötige, um nicht zu verwelken. In der Regel reichen ein Tresen, alkoholische Getränke und gute Musik.

Tatsächlich komme ich mir ein bisschen vor wie ein schlecht dressierter, jedoch ganz niedlicher Hund, der Gassi geführt wird.

Und das ist gut so.

Denn ganz gleich, wie schwierig es für mich ist, in Griechenland oder in dem Fall Zypern zu sein, dieser Sommer ist einer der wichtigsten für mich und meine bessere Hälfte. Denn in jeder Sekunde, die sich der grausamen Hitze ergibt, stellen wir umso mehr fest, wie lieb wir uns haben und wie sehr es sich lohnt, die Komfortzone zu verlassen, die Vergangenheit zu verbrennen und das Ego zu zerstückeln, um gemeinsam die Unendlichkeit des Kosmos zu ergründen.

Dies ist ein Pfad, den zu beschreiten Mut, Kraft und eine gehörige Portion an Wahnsinn erfordert. Ein Pfad, der, so, wie es dem Tao eben eigentümlich ist, das „Schlechte“ genauso beinhaltet wie das „Gute“. Falsche Götter, heuchlerische Despoten und eine verkommene Welt gehören genauso dazu wie Erwachte und Erwachende, Liebende und Gütige und gemeinsam bilden all diese Menschen, Tiere und Pflanzen das Tao des Planeten Erde, der wiederum ein winziges Puzzleteil im grenzenlosen Universum darstellt.

Grenzenlos und in seinem unablässigen Pulsieren perfekt. Ein imaginärer Kosmos ohne „Satan“ und mit einem „gütigen Gott“ als „Herrscher“ (wtf?) , so wie es in den Märchen, die zu Heiligen Schriften wurden, beschrieben wird, würde automatisch Stillstand und somit das Ende der Welt bedeuten.

Denk drüber nach!

Schönen Wochenstart und alles, alles Liebe!

Dein Troubadour

 

PS: Scheue dich nicht, mir auf Instagram zu folgen!

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)

Ansichten eines Troubadours, Woche 31: „Welpen, Ukulelen und Halloumi“

Einen wunderschönen guten Morgen und ein herzliches Prost aus Zypern! Ich melde mich von meiner wunderschönen Airbnb-Bleibe aus, wo die Ukulele und der Hundewelpe meiner Gastgeber mir zuckersüße Gesellschaft leisten und die vierzig bis fünfzig Grad Celsius ein wenig erträglicher machen.

Mann, tut es gut, wieder die Straße zu hitten!

Es ist eine ganz spezielle Form der Meditation, die mir sehr gefällt und die dem Urlaub eigentümlich ist, und diese Meditation besteht im Wesentlichen nur daraus, durch eine Stadt zu irren, die du nicht kennst, zu schlafen und zu essen, wann immer es dir beliebt und einfach völlig gaga und doch mit vollster Achtsamkeit in den Moment zu tauchen, ohne ans Gestern oder gar ans Morgen zu denken.

Es ist toll! Mitunter bin ich sogar so tief im Moment drin, dass ich mich kurz frage: Was ist vor fünf Minuten nochmal passiert?

Probier’s mal aus!

Und obwohl ich (neben der Umherirren-Meditation) ansonsten fast dasselbe tue wie in Wien, nämlich schreiben, trinken und mein Instrument beklimpern (die Reihenfolge variiert), fühlt es sich überall, wo nicht Wien ist, doch gleich viel besser an.

Hoher Lebensstandard auf Kosten von Lebensgefühl vielleicht? *vielsagend-in-die-Kamera-blickend*

Wie auch immer. Ich habe in den letzten Wochen reichlich Zeit gehabt, über Wien und das Stadium, das es derzeit durchlebt, nachzudenken und bin zu einigen Antworten gekommen. Eines Tages werden wir darüber sprechen, aber nicht jetzt.

Ich hoffe jedenfalls, dir geht es perfekt, wo auch immer du gerade bist!

Genieß die Sonnenstrahlen, genieß die Gunst des Sommers. Du wirst sie brauchen, denn der Winter naht.

 

Ich für mein Teil bin in einem Breitengrad, der es mir leider nicht erlaubt zwischen 11:00 und 17:00 Uhr das Haus zu verlassen. Zypern befindet sich viel weiter südlich als Griechenland, fast schon in Richtung Nordafrika. Die Sonne hier ist verdammt gefährlich.

 

Even better! Bleibt mehr Zeit zu Arbeiten! *lacht manisch* Es gibt für mich persönlich kaum eine produktivere Zeit als den Sommer. Das war immer schon so. Ich mein, letztes Jahr hab ich auf der Insel Zakynthos fast zehn Stunden täglich geschrieben. Abends gab’s dann alkoholische Beveragen und den einen oder anderen Leckerbissen… Hach, es war ein guter Sommer.

Kaum zu glauben, dass meine Tage als ewiger Junggeselle gezählt sind! *lacht*

Ist es nicht verblüffend, was für Stadien der Mensch zu durchwandern in der Lage ist? Wie viel sich innerhalb kürzester Zeit verändern kann? Ich spreche hier nur aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz, von den letzten 12 Monaten, die der wichtigste Wendepunkt in meinem Leben waren, als mir plötzlich klar wurde, wo ich sein will, was ich tun will und mit wem ich all das teilen möchte.

Faszinierend!

Dennoch: Als ich gestern alleine durch die Gassen schlenderte (meine Partnerin kommt erst heute Abend an) musste ich taumeln angesichts der außerordentlichen Schönheit der Einheimischen. Unfassbar gute Gene, schmerzhaft schöne Frauenzimmer!

Bravo.

An alle Steppenwölfe, die meinen Blog lesen: Next stop, Cryprus! Trust me, boys.

So viel zu meiner Statusmeldung. Viel mehr habe ich eigentlich nicht zu sagen. Liebend gerne würde ich mit dir über das Tao sprechen, aber das habe ich schon oft und wenn du neu im Blog bist, lies dir am besten die letzten Beiträge durch.

Weiterhin über das Tao zu sprechen, macht die Sache unglaubwürdig. Das Tao steckt nicht in Worten. Das Tao steckt in der Ukulele, die ich in ein arabisches Saiteninstrument verwandelt habe, im Hundewelpen, mit dem ich kuschle und in der Wassermelone mit Halloumi, die die Zyprioten scheinbar gerne essen.

Das Tao steckt im Gestank der U6, in der Whatsapp-Nachricht, die dir gestern den Magen verdorben hat, im nicht funktionierenden Fenster am Beifahrersitz, das du immer noch nicht hast reparieren lassen, und in den zerfledderten Seiten der Heute-Zeitung.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Sommer und freue mich auch meinerseits auf eine schöne Zeit mit meiner Frau, meinem Buch und meiner Musik.

Alles Liebe,

Dein Troubadour

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)

Ansichten eines Troubadours, Woche 30: „Die Weisheitszähne des Enterbten”

Hallo und willkommen zurück zu den Ansichten eines Troubadours!

Meine einmonatige Absenz sei mir verziehen. Die Wahrheit ist: Ich habe nicht einmal eine gute Entschuldigung. Ich glaube, ich hatte schlicht und ergreifend einfach nichts mehr zu berichten.

Genießt du den langersehnten Sommer? Räkelst du dich in den Wogen des unaufhörlich fließenden Flusses? Fühlst du dich wie der Tennisball zwischen den Schlägern von Yin und Yang?

Also, ich schon!

Seit mir oben genannte Punkte körperlich und geistig unaufhörlich bewusst sind, wähne ich mich in einer nur allzu willkommenen Seligkeit. Hinzu kommt noch eine Geheimzutat, die mir jahrelang fremd war und dich ich nun endlich in den „Eintopf zum Glücklichsein“ dazu gemischt habe: Dankbarkeit.

Mein Kiefer ist wieder etwas lockerer (bis auf die Weisheitszähne, die mir gerade schmerzhaft wachsen), meine verkrampften Hände ruhen sanft im Schoß und die Schlagader auf meinem Hals pulsiert nicht länger im Taumel der Manie. Alles ist ruhig, friedlich und gut.

Danke!

Nach einem außerordentlich turbulenten Monat voller Konzerte als Sideman sitze ich nun also wie ein beurlaubter Spartaner in meinem Zimmer, tunke die Schreibfeder gedankenversunken ins Tintenfässchen und lausche den zwitschernden Vöglein Döblings. (Okay, tatsächlich klingt Bruce Springsteen aus den Boxen und singt „Born in the USA“. *lacht*)

Zwei Wochen werde ich noch in Wien sein, dann ist mir ein Sommer in der Hitze Zyperns gewiss und ich freue mich bereits, endlich wieder fortzufliegen!

Wie läuft`s bei dir?

Worüber soll ich heute mit dir sprechen? Mir scheint, ich hätte alles bereits gesagt. Und je öfter ich über das Tao spreche, desto unglaubwürdiger wird die Sache, denn, wie ich dauernd zu erklären versuche: Darüber zu reden, bringt im Endeffekt genau Nüsse. Das Tao erschließt sich dir, wenn du es zulässt. Es ist kein intellektueller Prozess.

Was gibt es also sonst, worüber ich mit dir plaudern könnte?

Meine Berichte alkoholischer Partynächte waren während des Winters sehr beliebt, doch auch diese neigen sich nun ihrem Ende. Ebenso wie meine ständigen Kontakte mit der Dunkelheit. Also auch da gibt’s nichts Spannendes mehr zu berichten.

Mein Album befindet sich in der Endphase der Postproduktion, für mein Buch suche ich nach wie vor nach einem guten Verleger und mein Privatleben funktioniert zum ersten Mal seit Jahren wie Butter.

Toll!

Ich probiere ständig neue Saiten für meine Gitarre aus, mache Sport, lache viel, trinke ausschließlich Weißwein und schaue Stargate Atlantis.

Ja.

Dann hätten wir das auch geklärt.

Demut, die Absenz des Egos und Dankbarkeit ebnen mir den Weg in ein glückliches Leben.

Weiter so, sag ich nur!

Niemals würde ich mich dazu auserwählen, DIR einen Ratschlag zu erteilen, aber wenn du schon meinen Blog liest, tu ich’s.

Erlaube dir selbst, glücklich zu sein. Atme die frische Luft, lausche den Klängen der Musik, genieß den Geschmack deines Lieblingsweins und verschmelze mit dem Moment. DAS ist Meditation. DAS ist die Wahrnehmung, die uns daran erinnert, dass wir lebendig sind.

Wir leben in einer Zeit, die ich selber, niemals verstehen werde, ebensowenig wie die Menschen, die hier hineingeboren wurden. Aber das braucht uns nicht länger zu kümmern. Denn solange WIR den WEG gehen, der für UNS der Richtige ist, machen wir – so denke ich – alles richtig.

Reise viel, singe jeden Tag und liebe deine Nächsten.

Auf bald!

Nächstes Mal vielleicht mit etwas mehr Blabla a la Jannis Raptis.

Grad ist das Leben zu schön, um es mit Worten zu entweihen!

Schöne Woche und bis bald, liebe Leserschaft!

Kisses

 

Jannis

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)

Ansichten eines Troubadours, Woche 29: „Jenseits von Gut und Böse“

Grüß Gott, verehrte Leserschaft!

Wie geht’s?

Meine Absenz letzte Woche sei mir verziehen. Zeitaufwändige Bagatellen profaner Natur machten sich einen Jux daraus, mich kurzzeitig zu behelligen. Nun jedoch wollen wir wieder ein paar Minuten finden, um uns zu besinnen und anzukommen. Wo wir ankommen und ob wir sanft oder hart landen werden, vermag ich jedoch nicht vorherzusagen. Weißt du, was ich so lustig an der Suche nach der Wahrheit finde?

Es ist eine Mission, die weder staatlich noch von der Krone finanziert wurde, (ein Low Budget Projekt, wenn man so möchte) für die man jedoch so viel Zeit und Energie benötigt, dass alles Andere völlig vernachlässigt wird. Gleichzeitig – und jetzt kommt die Pointe – gibt es KEINERLEI Garantie, dass man fündig wird. Es ist sozusagen eine Fahrt ins Ungewisse.

Ein Experiment, das ALLES verlangt und voraussichtlich NICHTS zurückgibt.

Für Leute ohne Mut und ohne eine gehörige Portion an Wahnsinn ist diese Reise also keine Option. Diese Leute werden wohl bis zum Ende ihres Lebens um halb sieben Uhr morgens aufstehen, auf die Schnelle frühstücken, pissen, sich die Haare richten, an einen furchtbaren Ort fahren, den sie – ohne selbst daran zu glauben – ihre „Arbeit“ nennen, und nach acht Stunden sinnlosen Herumstehens wieder heimfahren, um ihren Feierabend zu genießen und schließlich einen Schlaf zu schlafen, den sie vermutlich auch noch den „Schlaf der Gerechten“ nennen werden.

Früher hätte ich gesagt: Mein Beileid.

Jetzt bin ich so weit, zu sagen: Selbst schuld, oder, um weniger provokant zu klingen: Jedem das Seine.

Da ich jedoch – wie ich in meiner grenzenlosen Selbstüberschätzung zu behaupten wage – Taoist bin, tu ich meine Bewertungen nicht allzu ernst nehmen. Ich fühle mich weder klüger, noch besser, noch elender als jene, die ich soeben anzugreifen wagte. Jeder bekommt das, was er verdient.

Und ich verdiene scheinbar ein Leben, das zu neunzig Prozent von Zweifeln, Fragen und Angstzuständen beherrscht wird! *lacht-herzhaft*

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Nein, das war natürlich ein Scherz.

Denn wir leben ja das Yin und das Yang. Und das bedeutet, dass wir wissen, dass die Freude nicht schätzbar wäre, wenn es keine Nicht-Freude gebe, wenn du mir folgen kannst. Die Freude, besser gesagt, die Glückseligkeit, die jemand zu empfinden in der Lage ist, nachdem er durch die tiefste Dunkelheit gewatet ist, die ist einfach… Unbeschreiblich.

Denn, wie soll ich es erklären, nun, da ich es zum ersten Mal wirklich erlebe?

Er oder sie hat alles auf den Kopf gestellt, alles hinterfragt, um wieder zum Ursprung zurückzukehren und festzustellen, dass alles in seiner Ordnung ist, ungefähr so, als würde aus einem ramponierten Radio zur Mittagszeit kubanische Musik erklingen.

Und das verschafft einem eine ungeheure Befriedigung.

Ich wähne mich im Spiel von Yin und Yang – ich lebe Schmerz und Freude aus und dabei wehre ich mich nicht dagegen. Das ist Wu Wei. Und ich denke, dass das der Weg ist, um mit dem Tao zu verschmelzen.

Das Erkennen und Akzeptieren des „Kräftemessens“ von Yin und Yang, dessen Abbilder wir alle und jeder einzelne Sachverhalt im Universum sind.

Oder, um es anders auszudrücken: Ist das Krokodil böse, weil es die Gazelle verschlingt?

Du kennst die Antwort auf diese Frage.

Aber wozu das Ganze? Warum sollte jemand sich die Mühe machen, ALLES, womit die lustige heutige Gesellschaft ihn ablenkt, zu vergessen, um sich auf Yin und Yang zu konzentrieren?

Keine Ahnung. Die meisten würden sagen: Sie wollen etwas „erleben“, so etwas wie „Erleuchtung“ oder irgend so einen kindlichen Unfug.

An diesem Punkt war ich bereits. Und ich bekam mehr als nur hart zu spüren: Dazu wird es nicht kommen. Es wird keine Antwort auf meine Fragen geben, nicht in diesem Leben.

Ich denke, der Sinn dieser Suche, also der Sinn des Lebens, wenn man so will, darin liegt, zu verschmelzen; mit dem Moment, mit dem Kosmos und all seinen wunderschönen und möglicherweise auch grausamen Aspekten, mit der eigenen Natur, die beschränkt und gleichzeitig unendlich ist, mit dem Seelenmaterial, das uns alle verbindet und nur ein großes Ganzes bildet. Und hierin liegt der Beweis, das Zeit und Raum fast wertlos sind.

Ich weiß, das klingt kitschig.

Aber ich fürchte, die Wahrheit ist kitschig.

Erleuchtung ist nur ein Begriff, den kein Mensch sich ausmalen kann, Gott ist eine furchtbare Wortwahl für etwas, das zu benennen, UNMÖGLICH ist, und Religionen sind ähnlich wie politische Debatten, Landesgrenzen und kriegerische Auseinandersetzung nur eine Ablenkung von dem, was wirklich von Bedeutung ist.

Und das schlummert in uns und in jedem Stein, jedem Baum, jedem Grashalm, jedem Tier und jeder Lebensform, in der Luft, im Kohlendioxid, im Plus und Minus des Magneten, im warm schwingenden G, in welchem der Planet Erde klingt, in den Sonnensystem (die nämlich wirklich ein System haben), in den Galaxien und den Galaxiehaufen, in den transgalaktischen Voids und im Gyros, das mir immer noch im Magen sitzt.

Geil, oder?

Ich habe ALLES hinterfragt, sogar die Liebe, die ich stets als die einzig unumstößliche Wahrheit angenommen habe. Alles.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, ob die Liebe wirklich die einzige Wahrheit ist. Ich fühle zwar, dass das so ist, aber ich kann es nicht erklären und das werde ich auch nicht versuchen.

Was ich jedoch mit Gewissheit sagen kann, ist: Harmonie und Chaos wechseln einander ab, Gott und der Teufel ringen unaufhörlich und der eine kann ohne den anderen nicht existieren, Dämonen waren einst Engel und die Gazelle, die vom Krokodil verschlungen wurde, verdaut noch immer das Gras, das sie zuvor verspeiste, bevor schließlich alles verdaut ist und das Krokodil zu einer Lederhandtasche verarbeitet wird, die wiederum einem zahnlosen Strauchdieb das Leben rettet und so weiter und so fort. Nicht einmal Gandalf erkennt alle Absichten. Denn alles ist untrennbar miteinander verbunden und erschafft auf diese Weise ein unüberschaubares, komplexes System, das nicht linear und folglich nicht zu messen oder gar zu werten ist.

Gut und Böse, Weiß und Schwarz und der ständige Drang des Menschen, alles in Tuben zu packen und sich für eine Seite zu entscheiden, spielen hier schon lange keine Rolle mehr.

Wer hier angekommen ist, der kümmert sich nicht mehr darum, ob er kriegerisch oder engelhaft handeln will; es ist selbstverständlich, dass er gemäß der Natur handeln wird, was auch immer das bedeuten mag. Er erkennt seine Position, er erkennt die Komplexität des Universums und akzeptiert die Endlichkeit seines Denkens.

Denn hier, hier muss er nur fühlen, dankbar sein und sich allen Zuständen, die er zu erfahren in der Lage ist – Gefühle, Empfindungen und so weiter – hingeben. Das ist alles.

Darüber zu reden, ist, wie ich schon oft gesagt habe, ziemlich absurd. Aber wie sonst, soll ich einen Anreiz geben?

Wirklich etwas BEWIRKEN kann ohnehin nur die einzig universelle Sprache und wir wissen, welche diese Sprache ist. *zwinker*

Warum ich die Konvention stets in den Schmutz ziehe? Warum ich all jene provoziere, ja offen angreife, die irgendwas Sinnentleertes studieren und arbeiten, ohne zu wissen, warum? (Außer, um „Geld“ – was für eine absurde Erfindung! – zu verdienen?)

Nun, ganz einfach: Weil ich an jeden von ihnen glauben möchte. Ich möchte daran glauben, dass jeder Mensch fähig ist, seinen Weg zu gehen.

Und – laut meiner Erfahrung – ist dieser Weg untrennbar mit der Berufung verbunden. Versteh mich nicht falsch, jeder von uns muss zwischendurch jobben, um sich über Wasser halten zu können. Aber jeder von uns hat auch eine Berufung und die gilt es zu erkennen.

Ich für mein Teil weiß nun, wie ich mich selbst und meine Mitmenschen in Einklang bringen kann. Mit dem Erzählen von Geschichten. Ob diese Geschichten nun musikalisch oder sonst wie rübergebracht werden, spielt keine Rolle. Bagatellen wie Geld, Ruhm und Ego haben schon LÄNGST jede Bedeutung verloren. Ich will nur das kollektive Unterbewusstsein anregen, um zu verschmelzen, wobei mein „Wollen“ auch nur ein unzulänglicher Ausdruck für einen Drang ist, der nicht in leere Worte verpackt werden sollte.

 

Kurz: Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich nicht länger struggle, auch wenn sich faktisch nichts verändert hat. Ich verdiene immer noch kaum Geld und lebe immer noch in einer Stadt, die mir das Leben aussaugt wie ein spöttischer Vampir und ich bin von der Greencard und dem Großteil meiner „Träume“ – faktisch – so weit entfernt, wie eh und je.

Aber ich kämpfe nicht länger mit meiner Bestimmung.

Ich fühle mich gesegnet und unfassbar privilegiert, ein Musiker sein zu dürfen. Ich fühle mich, als würde ich dem Kreis einer Bruderschaft angehören, die ausgesandt wurde, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.

Und genau das werde ich tun.

Aus diesem Grund bin ich völlig überzeugt davon, dass JEDES EINZELNE Individuum, in der Lage ist, diese seine Bestimmung zu finden. Und damit sich selbst zu finden.

Und im Endeffekt ist das der Beginn und gleichzeitig das Ende einer Reise, die das Verständnis um Wu Wei (Die Kraft des „Nichtstuns“, vgl. Woche 28), Tao („Weg“, „Sinn“) und Ying und Yang zu einem Gefühl macht, das so selbstverständlich ist wie das Pinkeln, das Essen, das Schlafen und das Liebemachen.

Eine schöne Woche noch, lieber Leser/liebe Leserin!

Dein Troubadour

 

PS: Am Freitag kannst du mich mit Timna Brauer auf der Langen Nacht der Kirchen im Stephansdom hören.

PPS: Am Samstag kannst du mich auf dem Life Ball in der Big Band um Conchita Wurst und Ute Lemper erleben, entweder vor Ort oder im TV. Du wirst sterben, wenn du meinen Anzug siehst! *zwinker*

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, http://www.jannisraptis.com)