Ansichten eines Troubadours, Woche 8: „Die Bruderschaft der Glücksritter“, Tag 1.

Hallo und herzlich willkommen zu Woche Numero 8! Schön, dass wir noch am Leben sind, schön, dass der Montag nach wie vor eine Konstante c bildet und schön, dass Willi Dungls „Gestärkt durch den Tag“ noch das eine oder andere Wunder zu wirken vermag.

Sind wir eigentlich real?

Ich bin heute aufgewacht nach neun Stunden Schlaf und war zerstört wie sonst was. Da hab ich mich sofort an ein Zitat erinnert, von dem es keine Angabequelle gibt. Es lautet:

„Sleep doesn’t help, if it’s your soul that’s tired.“

Hart, aber wahr.

Aber mein vorletzter Traum war wirklich interessant. Ich träumte von einem G Kreuz 11 Akkord, den ich produzierte, während ich ein Kebab aß. Vollkommen krank. Aber je länger ich diesen Akkord in die Welt hinausschoss, desto euphorischer wurde ich.

Ich war richtig glücklich!

Ich denke meine Seele schwingt in Lydisch.

 

Wie geht es dir heute? Komm, machen wir eine kleine Gewissenerforschung. Ich red ja dauernd über mich.

Bist du fokussiert? Hast du einen Weg gefunden, die Welt zu verbessern? Hast du einen Weg gefunden, Harmonie zu erlangen? Hast du Geld verdient, ohne dabei jemandem Schaden zuzufügen? Hast du über Andere gesprochen? Hast du Zeit verschwendet? Warst du unachtsam? Warst du ungeduldig? Hast du deinen Nächsten klargemacht, dass du sie liebst? Hast du das Wort Ja verwendet, obwohl du das Wort Nein verwenden wolltest?

Jannis Raptis: „Über fünf Ecken vom Teilzeitpfarrer zum Scientologynovizen. Ein Ratgeber in elfeinhalb Akten für Männer mit Geheimratsecken und solche, die sie gern hätten.“ Erschienen im Leckts-mich-doch-am-Arsch-ihr-Großkonzerne-Verlag.

Aber mal Spaß ohne. Eine kleine Gewissenserforschung vor dem Schlafengehen bewirkt oftmals Wunder. Kennst du das? Ein sehr weiser Mann hat mal gesagt, es gibt nichts Wichtigeres, als abends mit einem guten Gefühl (einem ruhigen Gewissen) ins Bett zu gehen. Für ihn war das der Sinn des Lebens.

Ich denke, er hat recht.

Am Ende des Tages. Das ist auch einer meiner Lieblingsausdrücke. Am Ende des Tages sieht man nämlich, was bleibt und was nicht. Wer bleibt und wer nicht. Welche der Aktionen an diesem Tag nachhaltig waren und welche verlorene Liebesmüh.

Ich habe einen Vorschlag!

Probieren wir heute mal, alles richtig zu machen? Sehen wir es als ein Experiment. Wir nehmen es mit Galgenhumor. Wir sagen uns: Okay, ich schaffe das sowieso nicht, aber ich würde es gern probieren zum Spaß.

Kann ich den heutigen Tag nutzen? Beziehungsweise: Kann ich heute gemäß der kosmischen Gesetzmäßigkeiten und meiner eigenen Moralvorstellung handeln?

Yes, we can!

Ziehen wir die Scheiße durch und morgen rekapitulieren wir. Was sagst du?

Ich denke, das ist eine gute Idee.

Und deswegen schreibe ich jetzt all die Arrangements fertig, die seit zwei Monaten in den Untiefen meines Laptops ruhen und nach Fertigstellung lechzen.

Wir sehen uns morgen! Ich freu mich auf deinen Bericht! *zwinker*

Schönen Tach noch, ne!

Mögest du in Tugend schreiten.

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2016, www.jannisraptis.com)

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