Ansichten eines Troubadours, Woche 16: „Institutionelle Investoren“, Tag 1.

Guten Abend und einen wunderschönen Wochenstart hier in den Ansichten eines Troubadours. Willkommen zu Woche Numero 16!

Na, wie geht’s denn so?

War doch super magisch heute mit dem Sonnenschein. Hab es sogar gewagt, das Haus tagsüber zu verlassen. Nicht schlecht, was? *lacht*

Mit den Strahlen der Sonne ist auch mein Elan zurückgekehrt und genauso meine Kräfte. Ich habe entstaubt, aufgeräumt, Dinge erledigt, die ich seit Monaten vor mir herschiebe und lauter Tätigkeiten hinter mich gebracht, deren Daseinsberechtigung zwar fragwürdig ist, die jedoch irgendwann ausgeübt werden müssen.

Ein guter Tag.

Auch war ich heute beim Friseur!

Da die Besuche in meinem Lieblings-Salon im 19. Bezirk zusammen mit meinen Gehaltschecks auf der Todesliste der Wirtschaftskrise stehen, wanderte ich einen Bezirk weiter und ging zu meinem türkischen Alternativ-Friseur im 20.

Tatsächlich ist die Arbeit im Endeffekt die Gleiche, nur habe ich heute statt den endlosen Massagen der wunderschönen Waldelfen Döblings ein Spektakel anderer Natur erleben dürfen, als mein türkischer Bruder einen Stängel anzündete und die offene Flamme auf meine Ohren hämmerte, um meine Ohrenhaare zu entfernen.

Ist ja fast das Gleiche!

So wurde auch mein Friseurbesuch wieder einmal zu einem Abenteuer der Extraklasse und ich ließ fünf Euro Trinkgeld, womit wir immer noch nicht bei der Hälfte des Preises anlangten, den der Salon in Döbling verlangt hätte.

Vielleicht hätte ich Institutioneller Investor werden sollen?

Ja, vielleicht.

Vielleicht hätten Wasser und Nahrungsmittel jedoch auch etwas gerechter auf der Welt verteilt werden sollen.

Vielleicht hätten die Erschaffer dieser Beta-Version, die sich „Leben auf dem Planeten Erde“ nennt, ein bisschen weniger Unflat in die Gehirne ihrer Konstrukte pflanzen sollen.

Vielleicht hätte Kain Abel nicht erschlagen und möglicherweise hätten die Drahtzieher des Mittelalters nicht 90% der Errungenschaften der Hochkulturen aus der Antike unwiderruflich zerstören und in Vergessenheit geraten lassen sollen.

Vielleicht wären wir dann nicht wieder bei Punkt 0.

Vielleicht hätte Atlantis nicht untergehen und Platon seine Astralreisen dokumentieren sollen.

Vielleicht hätte Sokrates vor dem Schierlingsbecher davonlaufen sollen, als er die Gelegenheit dazu hatte.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht.

Tatsache ist: Jannis Raptis ist kein Institutioneller Investor.

Tatsache ist: Diese Welt ist nicht zu retten, aber – ABER! – wenn wir nicht zur Lösung des Problems beitragen, sind wir Teil des Problems.

 

Nationen sind eine Chimäre! DAS ist unser Aller Heimat! Es ist Zeit, mitzuhelfen, ein globales Bewusstsein für die Liebe zu unserem Heimatplaneten zu schaffen!

 

Danke an einen guten Freund und Bruder, der das heute getwittert und mir ein wissendes Lächeln entlockt hat.

Danke. Du weißt, ich bin an deiner Seite in dieser Schlacht.

Passend zum Thema will ich dir mein momentanes Lieblingslied zeigen, das ich derzeit jeden Morgen höre:

 

Ja. Möge Gaia, die Muttergöttin, sich erbarmen, nachdem wir ihr so viel Schaden zugefügt haben.

Hier noch der originale Text des Gebets auf Altgriechisch:

Γαῖα θεά, μῆτερ μακάρων θνητῶν τ᾽ ἀνθρώπων, παντρόφε, πανδώτειρα, τελεσφόρε, παντολέτειρα, αὐξιθαλής, φερέκαρπε, καλαῖς ὥραισι βρύουσα, ἕδρανον ἀθανάτου κόσμου, πολυποίκιλε κούρη, ἣ λοχίαις ὠδῖσι κύεις καρπὸν πολυειδῆ, ἀιδία, πολύσεπτε, βαθύστερν᾽, ὀλβιόμοιρε, ἡδυπνόοις χαίρουσα χλόαις πολυανθέσι δαῖμον, ὀμβροχαρής, περὶ ἣν κόσμος πολυδαίδαλος ἄστρων εἱλεῖται φύσει ἀενάωι καὶ ῥεύμασι δεινοῖς. ἀλλά, μάκαιρα θεά, καρποὺς αὔξοις πολυγηθεῖς εὐμενὲς ἦτορ ἔχουσα, σὺν ὀλβίοισιν ἐν ὥραις.

Und hier die Übersetzung auf Englisch:

Gaia Goddess, mother of the blissful gods and men alike, you that feed and give everything, you that make seeds grow and bring death to everything, you that multiplies fruits and help them grow, you are full of beautiful seasons, you are the throne of the immortal cosmos, goddess with many forms, you αrε pregnant with many fruits, immortal, venerable, you with the blissful fate, you find joy to the sweet breathing grass, you goddess with many blossoms ,you find joy to the rain, around you a diverse world full of stars is spinning, moving by the never ending nature and powerfull streams. But you , the blissfull goddess, may you make fruits multiply ,that brings to us happiness, and may your heart be propitious with us with many joyfull seasons.

#nofilters #purebeauty #sea #zakynthos #greece

Ein Beitrag geteilt von Jannis Raptis (@jannis_raptis) am

 

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, www.jannisraptis.com)

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s