Ansichten eines Troubadours, Woche 3: „Helden, Hünen und Verräter“, Tag 2.

Wenn wir einen Körper teleportieren, was auf molekularer Ebene bereits gelungen ist, so erschafft das Teleporter-Empfangsgerät ein genaues Ebenbild dessen, was in das Sendegerät eingeführt wurde, aus einem internen Speicher. Vollzögen wir dies mit einem Menschen und wäre es auch möglich all seine Erinnerungen und alles, was ihn ausmacht, zu kopieren, so erschüfen wir am Empfangsgerät eine exakte Kopie des Menschen, die selbst nicht wüsste, dass sie eine Kopie ist. Der Mensch, der in das Sendegerät gesteckt worden wäre, wäre aber verschwunden. Ist dies ein Beleg dafür, dass es keine Seele gibt?

Ich bekomme Angst, während ich das hier schreibe.

Denk drüber nach. Was bedeutet das? Was passiert mit uns, wenn wir durch das Stargate oder durch den Schrank nach Narnia oder durch die Kamine von Hogwarts treten?

Weißt du, das sind dann die Momente, in denen ich mir denke: Jannis, muss das sein?

Ich mein, ganz ehrlich. Der Tag könnte doch einfach ganz entspannt beginnen. Kaffee, Spaziergang, was man halt so macht. Aber wenn eine Frage wie die Obige in meinem Schädel umhergeistert, dann wünsch ich mir ja beinahe den gestrigen Kater nach fünf Vesper Martinis wieder herbei.

Stell dir vor, du hast die Möglichkeit durch eine Einrichtung namens „Sternentor“ zu treten, mit welcher du andere Welten bereisen kannst. Genau wie in der Serie Stargate. Stell dir vor, das gäbe es in Echt. Du könntest fremde, bewohnbare Planeten erforschen, neue Kulturen, und, und, und. Die Welt läge dir zu Füßen.

Doch gleichzeitig bestätigen dir Wissenschaftler die Wahrheit über das Teleportieren. Du weißt also genau, was mit „Dir“ passiert.

Würdest du es tun? Würdest du durch das Sternentor treten, um fremde Welten zu bereisen?

Heftiger Gedanke.

Nein. Ich würde niemals durch das verdammte Scheißding treten! So, ich hab’s gesagt.

Fakt zum Tag: Heute vor 15 Jahren kam der erste Teil von Harry Potter zuallererst in die Kinos!

Da fällt mir ein anderes Gedankenexperiment an, das auch ziemlich hart ist: Stell dir vor, du findest die Bundeslade. Nehmen wir an, du findest die Bundeslade, in der die ORIGINALEN 10 Gebote stecken, die Wahrheit und die Möglichkeit, mit Gott zu kommunizieren. Du findest die Bundeslade als Erster und du weißt, es ist die Echte.

Was tust du?

Öffnest du sie? Berichtest du den Medien davon und wirst reich und berühmt?

Wärst du bereit, deinem Schöpfer unter die Augen zu treten? Wäre die Welt bereit?

Ich habe keine Ahnung, was ich tun würde.

Aber genug mit diesem Geifer. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn du – falls du dir darüber Gedanken machst und dich das Thema anspricht – einen Kommentar hinterließest.

Hier zur Auflockerung ein Video von meinen morgendlichen Gesängen.

 

Das Lied trägt den Titel „Gently As She Goes“ und ist aus dem Film Beowulf aus dem Jahr 2007. Geschrieben wurde es von Alan Silvestri und Robin Wright Penn.

Gefällt es dir?

Mich beruhigt es immer.

Außerdem berührt es mich auf einer so tiefen Ebene, dass ich mir gar keine Sorgen darüber mache, ob ich eine Seele besitze.

Und das, meine Schwester/mein Bruder, ist mehr wert als alles Andere.

Nun denn. Ich hoffe, du genießt deinen Dienstag. Lass dich nicht stressen, regle dein Zeug mit beharrlicher Gelassenheit und bleib bei Dir. Denn dann kann dir nichts passieren! *zwinker*

Die Liebe Gottes sei mit dir.

Adieu!

 

Hier noch zwei Selfies mit meinem Freund und Kollegen Patrick, der heute wieder abreiste. Es war ein sehr schönes verlängertes Wochenende! Guten Flug, Smitty!

Aja. Und hier das Best Of der Zitate von gestern. Hör dir dabei am Besten das hier an. Auf Wiedersehn!

„Alle Leute werden ihre Sparbücher auflösen.“

„Jannis, von allen meinen Freundinnen, bist du mir die Liebste.“

„Ich geh kurz pissen und dann schaun wir zur Feuertreppe.“

„All right, so it’s a contraction.“

„Ich bin grad in meiner Asiatinnen-Phase.“ –„ Ja. Ich weiß.“

„Herrlich, diese Ornamentalik da oben.“

„New York ist Eklektizismus bis zum Arschlecken.“

„A state should be for everyone.“

„Sie war definitiv mal keine Spießbürgerin.“

„So why don’t we all live in peace?“

„Roadhouse.“

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2016, www.jannisraptis.com)

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