Ansichten eines Troubadours, Woche 7: „Die Weihnachtsbäckerei“, Tag 2.

„Weißt du, das ist so, wie wenn du jetzt mit diesem Volkswagen fahren könntest. Stattdessen verneinst du und entscheidest dich, für den Mercedes daneben, den du jedoch nicht fahren kannst. Und im Endeffekt fährst du mit dem Fahrrad in die Arbeit. Vier Mal am Tag.“

Ja, das trifft meinen Charakter ziemlich genau. Bravo, Patrick! Entweder alles oder nichts, aye?

Grüß Gott! Tut mir leid für die Verspätung heute, aber ich war irgendwie am kränkeln und fertig. Jetzt, nach einer spannenden Kneipentour geht’s mir deutlich besser.

Wie umfangen dich die Wogen des Dezembers? Bist du glücklich, hier zu sein? Zweifelst du mitunter an der Realität? Macht dich das Nichtwissen um die Realität auch so fertig? Oder akzeptierst du den Wahnsinn einfach und genießt ihn? Schaffst du es, in einer Dimension zu leben, die von Raum und Zeit flankiert wird, und über die du genauso wenig weißt wie über dich selbst?

Raum und Zeit… Zwei Kolosse, die den großen Fluss in Richtung Erleuchtung säumen und dir dabei ihre Handflächen entgegenstrecken, als würden sie sagen wollen: Stopp. Bis hierher und nicht weiter.

Es gibt nur einen, der uns Klarheit verschaffen wird, und das ist der Tod. Bis dahin jedoch, sollten wir jede einzelne Sekunde nutzen und genießen. Genießen!

Den Moment ehren. Ihm Altäre bauen! Falls du, so wie ich, zu den Leuten gehörst, die sich jede Sekunde lang fragen, was sie falsch gemacht, wen sie heute verletzt oder verärgert haben, blababla, dann sag ich dir: Mein Beileid. Es MUSS so nicht sein.

Iss deine Pizza um 4 Uhr morgens, trink deinen Whisky zum Frühstück und liebe deine Partner und Partnerinnen als gäbe es kein Morgen!

(Vor allem das Dritte, die ersten zwei Punkte würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen.)

Aber du weißt, worauf ich hinaus will.

Will ich überhaupt auf etwas hinaus? Ich hab keine Ahnung. Ich denke, ich labere grad einfach nur vor mich hin, aber das bereitet mir Freude. Und wenn es dir auch Freude bereitet, lieber Leser/liebe Leserin, dann umso besser! Das ist für mich ein Sechser im Lotto.

Ja. Die ständigen Fragen, die einem das Hirn zermartern. Wir wälzen uns dann stundenlang im Bett herum, können nicht schlafen, kriegen keine Luft und unser Schädel droht zu explodieren.

So muss es nicht sein. Niemand hat den Code so programmiert. Lebe den Moment. Leben wir den Moment. Es gibt keine andere Möglichkeit, um dem Leben „Ja“ zu sagen.

Lass die Götzenanbeter ihre Götzen anbeten. Lass die Narren ihre Lügenpressen schreiben, lesen und sich darauf einen wichsen.

Ich will einfach nur glücklich sein mit karibischen Sonnenaufgängen, türkisfarbenem Wasser, hübschen Früchtchen und einer ramponierten Gitarre.

So.

Und genau davon werd ich jetzt auch träumen. Wir sehn uns morgen Früh, würd ich jetzt sagen, aber da du diesen Dienstag-Blogpost vermutlich erst heute lesen wirst, sag ich: Wir sehn uns heut Abend nochmal. *Zwinker*

Teile deine Gedanken mit mir. Schreib mir doch einfach, wie du dich fühlst, ich freue mich über deine Nachricht. Lass uns gemeinsam eine Lösung finden, aus diesem Winter einen Karibikurlaub zu machen.

So schwer kann das doch nicht sein!

Ich lass mich von Raum und Zeit nicht länger verarschen. Sie lachen sich grad einen ab. Sollen sie nur! Der Gefangene, der weiß, dass er sich in einem Gefängnis befindet, ist zur Hälfte bereits frei.

 

Adios

 

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2016, www.jannisraptis.com)

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