Ansichten eines Troubadours, Woche 9: „Das letzte Aufgebot“, Tag 2.

Guten Tag!

Na? Wie lief die Gewissenerforschung gestern? Hast du deinen Fragenkatalog ausgefüllt? Fühlst du dich wie der Große Zampano? Oder eher wie das bornierte Arschloch?

Wenn du zwischen Lama, Alpaka und Guanako wählen müsstest, was würdest du aussuchen und wieso?

 

Ich bin gestern auf eine Party gegangen mit der felsenfesten Überzeugung, keinen Alkohol zu konsumieren. Ich bestellte ein Cola, gratulierte dem Geburtstagskind und verhielt mich wie ein Gentleman.

Dann kamen die Shots.

Und mit ihnen mein eigener Untergang.

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Ich füllte meinen Fragenkatalog tanzend und betrunken aus, rang mit meiner Selbstkontrolle, meinen Dämonen und meinen Engeln und trat zuletzt, nackt und allein, den Walk of Shame an. Wie ein abgehalfterter Semi-Werwolf schlurfte ich durch den leergefegten Schwedenplatz auf der Suche nach etwas zu Essen und verfluchte diese Stadt, in der man um 5:00 in der Früh verhungern muss.

Als ich heute durstig aufwachte, trug ich diese Weihnachtsmütze:

 

Ich dachte mir „What the FUCK is going on right now?!“, bewahrte aber die Ruhe und schrieb stattdessen einen inspirierenden Quote zum Bild, nach dem Motto, liebt einander und alle sind glücklich.

Aber ich mag die Mütze. Ich glaub, nächstes oder übernächstes Jahr, wenn ich berühmt bin, bring ich ein Album mit Weihnachtsliedern raus. *lacht*

Ja. Fragenkataloge und wo sie uns hinführen…

Aber lass uns heute fortfahren mit unserem kleinen Projekt. Dies hier ist das letzte Aufgebot! Das letzte Bündnis der Menschen und Elfen reitet los, um dem Feind die Stirn zu bieten! Für den König! Für Tod und Glorie.

Wir haben uns nun also Fragen gestellt. Nur du allein weißt, womit du gestern konfrontiert wurdest. Es ist dein Kampf und nur du allein kannst ihn ausfechten. Doch ich denke – bezogen auf das neue Jahr – sind wir uns in einer Frage einig:

Wo war ich, wo bin ich und wo will ich hin?

Oder vielleicht:

Was muss ich anders, was genauso tun, um mein Glück (und das Gemeinwohl) zu maximieren?

Was meinst du? Macht das Sinn? Wäre das auch deine zentrale Fragenstellung?

Ich für mein Teil halte nicht viel von Neujahrsvorsätzen, da es sich dabei meistens um heuchlerischen Jibber Jabber handelt. Aber ich denke, was den Blog und das gemeinsame Arbeiten betrifft, können wir diese Zeit nutzen, um unsere Vorsätze real werden zu lassen und miteinander zu kommunizieren.

Beschäftigen wir uns heute den ganzen Tag mit der oben gestellten Frage, ok? Stellen wir sie uns immer wieder. Beim Essen, beim Spazieren, beim Arbeiten. Machen wir sie zu unserem Begleiter.

Akzeptieren wir unseren innersten Wunsch, glücklich zu sein. Unser Streben nach Besserung und Seligkeit. Akzeptieren wir die Tatsache, dass wir es verdammt nochmal verdienen, glücklich zu sein.

Du verdienst es glücklich zu sein. Und ich auch.

Was ist es, das wir 2016 nicht durch unser Hintertürchen gelassen haben, es bewusst in der Kälte haben stehen lassen? Was ist es, das 2016 zu einem Lastenträger gemacht hat?

Ich denke, sobald wir diese zwei Fragen beantwortet haben, geht da Einiges weiter. Ich selber hatte eine ziemlich lange Gewissenserforschung im September, aber diese Reise hört niemals auf.

Merk dir. Du hast jeden Tag die Chance von vorne zu beginnen. Du kannst jeden Tag entscheiden: So, jetzt werde ich glücklich!

Viel Spaß dabei!

Ich werde jetzt paar Weihnachtslieder für mich singen, und es ist mir wurscht, dass Weihnachten vorbei ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hr. Raptis

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2016, www.jannisraptis.com)

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