Ansichten eines Troubadours, Woche 14: „Das Leben ist ein Timing Problem“, Tag 5.

Grüß Gott!

Wie geht’s denn so?

Was macht dein Realitätsquotient? Wie geht es deinem Schicksalsfaden? Fühlt sich das Wochenende eher nach dem wärmenden Schoß der Muttergöttin Gaia an oder mehr nach dem Netz der Mutterspinne?

Fragst du dich eigentlich manchmal auch, was für Schätze in der Donau begraben liegen?

Verzeih mir das wirre Gerede. Diese Woche schreibe ich ja fast nur Unfug. Raptis lost his power!

Aber falls du selber schreibst, kennst du das sicher. Es GIBT einfach diese Tage, vor allem, wenn man krank und im Grunde bettlägerig ist, da kann man einfach nichts zu Papier bringen. *lacht*

Ich starre auf den Papierbogen und blicke zwischendurch aus dem Fenster, um mich abzulenken. Heute hat das Ganze etwas von Hausaufgaben machen. Gott, wie ich das Schulsystem damals gehasst und verflucht habe!

Ich mein, komm schon. Ich mein, ich mein… Da sitzt man 8 Stunden im Labor einer sozialen Studie über Primaten, wird gleichzeitig von frustrierten Lehrern (mit denen ich mich mittlerweise selber gut identifizieren kann) unterstützt und/oder gescholten und kehrt dann völlig übermüdet und erledigt nach Hause zurück, um sich… auszuruhen?

Haha, weit gefehlt, mein geliebter Telemach! Nein, nein! Man kehrt halbtot Nachhause zurück, um sich WEITERHIN mit dem nutzlosen Stoff zu beschäftigen und Hausarbeiten zu verrichten!

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Wenn es etwas gibt, worüber ich WIRKLICH froh bin, dass es vorbei ist, dann ist das die Schule.

Gerade macht mein Bruder sein IB (Matura) und wohl oder übel werde auch ich mit diesem Unflat konfrontiert. Diese Kinder husten Blut.

Mein aufrichtiges Beileid.

So, ich muss leider los!

Hier noch ein Foto von gestern Abend, auf dem ich mich selbst gerne knuddeln würde.

Ready for the show! #sickbaby #whisky #guitarlove #vienna

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Gott, hab ich schöne Augen.

Ähm, Sir…

Gut! Ich werde mich jetzt mit Srepsils, Parkemed und sonstigem Geifer vollstopfen und auf meine Termine gehen. Ist ja nicht, so, dass ich Jannis Raptis wär, der nur Zuhause rumhockt und abends auf Parties geht. Also bitte!

So. Ich hab etwas für dich vorbereitet. Eine sogenannte Call to Action, wie es in der Internetmarketing-Sprache heißt.

CTA: Der nächste Blogpost wird mit einem dieser 4 Sätze beginnen. Jetzt beginnt die Abstimmung. Bitte sehr:

 

1.

Der Untergang der westlichen Zivilisation ging Hand in Hand mit ihrem letzten Traum, geträumt in einer mondlosen Nacht, in schweißgeschwängerter Luft, als sie nackt da lag, noch schwer atmend von der Heftigkeit der zuvor erfolgten Erkenntnis.

 

2.

Der Weltraum, in seiner Unendlichkeit unsere letzte Herausforderung, unsere letzte Grenze, das letzte Bollwerk, stumm zwischen die irdischen Wirklichkeit und die himmlische Erleuchtung gebaut wie eine brennende Barrikade in den Straßen Paris’.

 

3.

Jason war ein einfacher Mann. Er mochte seinen Whisky trocken, seine Weiber mochte er feucht und die Glimmstängel in seinen Mundwinkeln hatten stets in Feuern zu liegen. Benommen kratzte er sich mit hageren Fingern an der tranigen Stirn, und Unrat, der seit Tagen unter seinen Nägeln gesessen, rieselte auf das Horn seiner Brille wie das fallende Haar eines erkahlenden Krebspatienten. Jason hätte gelächelt, hätte er noch Zähne gehabt.

 

4.

Der Berg war nackt, kein Grashalm zierte ihn, und doch war er für Ewigkeiten in den Brustpanzer gefrorenen Wassers gekleidet – und als er vor mir aufragte, so einsam, so tonlos, so von den Menschen vergessen, da fühlte ich, als blickte ich in die Augen eines Schöpfergottes, dessen Welt ihm zu Füßen lag, und dessen Tränen ob seines Entschwinden aus der Wirklichkeit der von ihm Erschaffenen an seinen alten Wangen zu Gletschereis gefroren.

 

Gut. 1, 2, 3 oder 4. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Die Leserschaft wird bestimmen!

Amen.

Ich denk mir einfach, der Begriff „Bloggen“ ist unfassbar unschön und man sollte sich stets daran erinnern, dass man eigentlich mit der deutschen Sprache arbeitet. Und ich liebe die deutsche Sprache.

Wie sagt Hank Moody so schön in der ersten Staffel von Californication:

„Just the fact that people seem to be getting dumber and dumber. I mean, we have all this amazing technology, and yet… computers have turned into basically four-figure wank machines. The internet was supposed to set us free, democratize us, but… But all it’s really given us is Howard Dean’s aborted candidacy and… 24-hour day acces to kiddy porn. People… They don’t write anymore. They blog. Instead of talking, they text… No punctuation, no grammar, L.O.L. this and L.M.F.A.O. that. It just seems to me that it’s just a bunch of stupid people pseudo-communicating with a bunch of other stupid people in a protolanguage that resembles more what cavemen used to speak than the King’s English.“

 

Tja, in diesem Sinne: Frohes Bloggen noch!

 

Adios

 

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, www.jannisraptis.com)

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