Ansichten eines Troubadours, Woche 20: „Ein Scheunendrescher für den Stadtvogt“, Tag 4.

Guten Morgen! Sieh nur, wie schön die Sonne scheint!

Hach, ja.

Seit Tagen schlaflos und im Geifer, aber ich muss sagen: Mit diesen Lichteffekten ist das alles halb so schlimm. Der Frühling ist doch eine der größten Gnaden, die diese Welt kennenlernen durfte. Ich mein, selbst die Gemeindebauten und die U6 wirken beinahe nicht bedrohlich, wenn sie in goldenes Licht getaucht sind. Selbst das Fußvolk erinnert mit viel Fantasie an den Glanz, mit dem der Stolz des Menschenvolkes einst gesegnet ward.

Ein sonniger Tag ist die Grundvoraussetzung für ein glückliches Leben, so denke ich. Wobei, der Geruch von Regen an einem Frühlingstag gehört auch zum Schönsten auf der Welt. Hm. Es ist kompliziert. Ich denke, diese Debatte überlassen wir den Wettergöttern.

Herzlich willkommen jedenfalls zu den Ansichten.

Wie geht es dir? Hast du gut geschlafen? Macht das Leben für dich einen Sinn? Und falls nicht, bist du in der Lage, darauf zu scheißen und einfach den Moment zu genießen?

Wenn ja: Bitte gib mir doch den einen oder anderen Tipp!

Ich mein, ich blogge hier täglich und zieh mir irgendwelche Monologe aus dem Finger, da würde ich mich auch über ein wenig Dialogführung freuen! *lacht*

Was hast du heut so vor?

Ich mein, es ist Freitag! (Laut Blog, ist es zwar noch Donnerstag, aber das braucht uns nicht zu kümmern. Welch ein fragiles Mysterium!)

Nachdem mein Gedankenpotential und meine Traumlandschaft derzeit eher in Richtung David Lynch für Arme gehen, war ich heute schon um 6:30 wach und hab mir einen Tee gemacht, den ich zum Sonnenaufgang trank. Dabei schrieb ich meine Gedanken nieder. Jetzt wird ich dann gleich ins Fitnesscenter torkeln, danach den Tag im Studio verbringen und singen und im Anschluss in die Kirche gehen.

Kein Scherz.

Ich mein, dieser Tag MUSS doch Läuterung bringen, oder? *lacht*

Oder, wie Jack Sparrow sagt: „Und das alles ohne einen einzigen Tropfen Rum!“

Aber ich habe schon vor Monaten im Blog erwähnt: Es zählt NUR der Versuch. Im Endeffekt geht es nur darum, am Ende des Tages sagen zu können: „Ich hab alles getan, was in meiner Macht stand.“

Was meinst du?

Ergibt diese Weisheit für dich auch Sinn?

Eine sehr gute Freundin von mir erklärte mir neulich, dass das Künstlerdasein ein Synonym für Manisch Depressiv ist. Das gefiel mir. Stimmungsschwankungen sind vorprogrammiert. Wer lachen will, muss auch leiden können.

Und im Leiden bin ich Weltmeister.

Aber wer mich kennt, der weiß, dass mein Lachen auch ziemlich haltlos sein kann. Oft genug drehen sich Leute nach mir um, wenn ich in herzhaftes Gelächter ausbreche, was meinen Begleitpersonen furchtbar peinlich ist. „Lach doch etwas leiser, Mensch“, muss ich mir dann anhören.

Pff! Ich lach, so laut ich will, Bitch!

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Schön.

Ich labere hier vor mich hin und freue mich, dass du mal wieder reingeschaut hast. Falls du irgendwelche Wünsche, Anregungen oder Beschwerden hast oder falls du willst, dass ich irgendwelche Fragen beantworte: Nur zu! Melde dich. Ich beiße in der Regel nur fleischige Ohrläppchen. Das ist so ein alter Fetisch aus meinen Kindertagen.

Der Herr sei mit dir!

Und mit deinem Geiste.

 

PS: An alle sangesfreudigen Männer egal welchen Alters: Morgen nehme ich einen Männerchor für mein Album auf! Falls du Interesse hast, schreib eine E-Mail an office-jannisraptis@gmx.at

 

(Jannis Raptis, „Ansichten eines Troubadours“ Blog 2017, www.jannisraptis.com)

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